Die Aufgaben im Reader und die Übungsblätter auf den Kursseiten bilden die Grundlage für die Studien- und Prüfungsleistungen. Für den anwendungsorientierten Kursteil werden diese methodischen Grundlagen in ein eigenständig bearbeitetes Mini-Projekt in QGIS überführt.
Anwesenheit
Die Lehrveranstaltung findet grundsätzlich als Präsenzveranstaltung statt. Eine kontinuierliche Teilnahme ist fachlich sinnvoll, da die Input-Sitzungen, Rückfragen, Diskussionen und Projektberatungen direkt aufeinander aufbauen. Einzelne Termine können in begründeten Ausnahmefällen online oder per Streaming durchgeführt werden.
Übersicht der Kommunikationsformen
Diese Website
Diese Webseite dient der einseitigen und überwiegend asynchronen Kommunikation sowie der Bereitstellung der Reader, Übungsblätter und organisatorischen Hinweise.
Kursbereich in Ilias
Der Kursbereich der Lernplattform PUM Ilias dient der Organisation des Kurses, der Bereitstellung urheberrechtlich geschützter Materialien sowie der Abgabe der Projektarbeiten.
Fragen
Fachliche und organisatorische Fragen sollen in erster Linie in den Präsenzzeiten geklärt werden. Prüfen Sie bitte zunächst, ob Ihre Frage bereits durch Reader, Übungsblätter, Screencasts oder FAQ-Einträge abgedeckt ist. Darüber hinausgehende Fragen können per E-Mail gestellt werden. Verwenden Sie dabei bitte einen eindeutigen Betreff nach dem Schema [Geoinfo SoSe
Zeitaufwand und Ablauf
Kursverlauf
Jede Kurseinheit dauert eine Woche und besteht aus einem Input- und einem Anwendungsanteil. In den ersten vier Sitzungen werden die methodischen und konzeptionellen Grundlagen erarbeitet Der Anwendugnsteilist dann die Bearbeitung der Arbeitsblätter. Anschließend gestalten die Studierenden anwendungsorientierte Sitzungen auf Grundlage eigenständig entwickelter Mini-Projekte. Hier ist der Anwendungsteil das selbständige Nachvollziehen der vorgestellten Projekte.
| Sitzung | Phase | Schwerpunkt | Ergebnissicherung |
|---|---|---|---|
| 1 | Input | Raumkonzepte, Raumrepräsentation, Datenmodelle, QGIS-Orientierung | Reader- und Übungsgrundlagen |
| 2 | Input | Vektordaten, Attribute, thematische, geometrische und topologische Abfragen | Ergebnissicherung Sitzung 1 |
| 3 | Input | Rasterdaten, DGM, topographische Ableitungen, Sichtfeld, prozessbezogene Interpretation | Ergebnissicherung Sitzung 2 |
| 4 | Input | Multikriterienanalyse, Eignungsanalyse, Workflows, Reproduzierbarkeit, Projektlogik | Ergebnissicherung Sitzung 3 |
| 5 | Anwendung Block A | Studentische Projektsitzung A1 | Ergebnissicherung Inputphase |
| 6 | Anwendung Block A | Studentische Projektsitzung A2 | Ergebnissicherung Sitzung 5 |
| 7 | Anwendung Block A | Studentische Projektsitzung A3 | Ergebnissicherung Sitzung 6 |
| 8 | Anwendung Block B | Studentische Projektsitzung B1 | Ergebnissicherung Sitzung 7 |
| 9 | Anwendung Block B | Studentische Projektsitzung B2 | Ergebnissicherung Sitzung 8 |
| 10 | Anwendung Block B | Studentische Projektsitzung B3 | Ergebnissicherung Sitzung 9 |
| 11 | Anwendung Block C | Studentische Projektsitzung C1 | Ergebnissicherung Sitzung 10 |
| 12 | Anwendung Block C | Studentische Projektsitzung C2 | Ergebnissicherung Sitzung 11 |
| 13 | Anwendung Block C | Studentische Projektsitzung C3 | Ergebnissicherung Sitzung 12 |
| 14 | Anwendung Block D | Studentische Projektsitzung D1 | Ergebnissicherung Sitzung 13 |
| 15 | Anwendung Block D | Studentische Projektsitzung D2 | Ergebnissicherung Sitzung 14 |
| 16 | Anwendung Block D | Studentische Projektsitzung D3 | Ergebnissicherung Sitzung 15 |
Exemplarischer Stundenplan der Lehrveranstaltung
- Präsenz: 2 Stunden pro Woche
- Input-Sitzung oder studentisch gestaltete Anwendungssitzung
- Selbststudium: ca. 6 Stunden pro Woche
- Vor- und Nachbereitung der Reader und Übungsblätter
- Arbeit am QGIS-Projekt
- Abstimmung in Lerngruppen
- Ausarbeitung von Präsentation, Exposé und Dokumentation
Studienleistung
Die individuell zu erbringende Studienleistung wird durch das erfolgreiche Absolvieren der vorgesehenen Self-Assessment-Einheiten erbracht.
Prüfungsleistung
Die Prüfungsleistung wird in Form einer anwendungsorientierten Mini-Projektarbeit erbracht.
Die Projektarbeit ist grundsätzlich individuell zu erbringen. Eine Bearbeitung in 2-3er-Gruppen ist möglich, sofern die jeweiligen Arbeitsanteile klar kenntlich gemacht werden.
Format der studentischen Anwendungssitzungen
Die studentisch gestalteten Sitzungen sind als anwendungsorientierte Übungssitzungen konzipiert. Sie sollen nicht die Form eines klassischen Referats annehmen, sondern eine fachlich strukturierte Arbeitsphase auf Basis eines eigenständig entwickelten QGIS-Mini-Projekts bilden.
Erwartet wird deshalb eine Verbindung aus:
- kurzer Einführung in Problem und Raumfrage (max. 5 Minuten),
- kompakter Darstellung des QGIS-Projekts (max. 10 Minuten),
- aktivierendem Übungs- oder Diskussionsanteil (max. 60 Minuten),
- gemeinsamer Auswertung und kritischer Reflexion (max. 15 Minuten).
Gestaltung der studentischen Übungssitzungen
Jede studentische Sitzung muss mindestens eine klar erkennbare Aktivierungsphase enthalten. Reine Vortragsformate ohne Übungs-, Bewertungs- oder Diskussionsanteil erfüllen die Anforderungen nicht vollständig.
Geeignete Aktivierungsformen sind zum Beispiel:
- Bewertung von Karten oder Standortalternativen,
- Diskussion und Gewichtung von Kriterien,
- Vergleich unterschiedlicher Ergebnisvarianten,
- Analyse von Unsicherheiten, Schwellenwerten oder Datenproblemen,
- kurze Gruppenaufgaben zur Interpretation des QGIS-Projekts.
Bestandteile des Mini-Projektpakets
1. Projektskizze und QGIS-Projekt
Abzugeben ist eine 1–2-seitige Projektskizze einzureichen. Diese enthält:
- Titel des Projekts,
- Fragestellung,
- Untersuchungsraum,
- Datensatz bzw. Datengrundlage,
- Kriterien bzw. Analysevariablen,
- erwartete Aussagekraft,
- voraussichtlichen Workflow.
Abzugeben ist ein lauffähiges QGIS-Projekt mit:
- sauber benannten Layern,
- nachvollziehbarer Datenorganisation,
- erkennbarer Analyseabfolge,
- sinnvoll strukturierten Ausgaben,
- und einem insgesamt verständlichen Workflow.
2. Präsentation
Die Präsentation dokumentiert und begründet das Projekt in verdichteter Form. Sie soll mindestens folgende Elemente enthalten:
- Problemstellung,
- räumliche Fragestellung,
- verwendete Datengrundlagen,
- methodisches Vorgehen,
- Ergebnisse,
- kritische Reflexion der Aussagekraft und Grenzen.
Die Präsentation kann ein Foliensatz oder ein Miniposter/Cheat-sheet etc sein.
3. Kurze Workflow-Dokumentation
Die Workflow-Dokumentation dient der Reproduzierbarkeit. Sie soll knapp, aber konkret darlegen,
- welche Daten verwendet wurden,
- welche Verarbeitungsschritte durchgeführt wurden,
- welche Annahmen und Schwellenwerte gesetzt wurden,
- und wie das Ergebnis zustande kam.
In der Regel kann diese aus dem QGIS Protokoll abgeleitet werden.
Gewichtung und fachliche Anforderungen
Die Reader, Aufgaben und Übungsblätter der Inputphase bilden den methodischen Unterbau der Projektarbeit. Die anwendungsorientierte Sitzung muss deshalb erkennbar auf den Kursinhalten aufbauen.
Das bedeutet insbesondere:
- Das Projekt ist keine Tool-Demonstration.
- Es muss eine reale räumliche Fragestellung bearbeiten.
- Es muss mehrere im Kurs behandelte Konzepte und Methoden sinnvoll zusammenführen.
- Es muss den Zusammenhang zwischen Daten, Methode, Interpretation und Entscheidung offenlegen.
Bewertungskriterien
Die Bewertung orientiert sich an vier gleichrangigen Leistungsdimensionen.
1. Fachliche und konzeptionelle Qualität
Bewertet wird,
- ob die Fragestellung fachlich sinnvoll und räumlich klar ausgestaltet ist,
- ob der Untersuchungsraum und die Datenlage angemessen gewählt wurden,
- ob die Analyse inhaltlich begründet ist,
- und ob die Ergebnisse plausibel interpretiert werden.
2. Methodische Umsetzung in QGIS
Bewertet wird,
- ob die gewählten Analysewege nachvollziehbar und sachlich passend sind,
- ob Vektor-, Raster-, DGM-, Sichtfeld-, Voronoi- oder Eignungslogiken angemessen eingesetzt werden,
- ob Kriterien sauber operationalisiert wurden,
- und ob der Workflow technisch und logisch konsistent ist.
3. Reproduzierbarkeit und Dokumentation
Bewertet wird,
- ob das Projekt strukturiert abgelegt ist,
- ob Layer, Zwischenschritte und Ergebnisse verständlich benannt sind,
- ob die Workflow-Dokumentation tatsächlich nachvollziehbar ist,
- und ob die Projektidee im Exposé klar vorbereitet wurde.
4. Wissenschaftliche Kommunikation
Bewertet wird,
- ob die Präsentation klar gegliedert ist,
- ob Problem, Daten, Methode und Ergebnis sauber unterschieden werden,
- ob Grenzen und Unsicherheiten benannt werden,
- und ob die Sitzung als fachlich tragfähige Anwendung gestaltet ist.
Einreichungen
Die Abgabe erfolgt fristgerecht über den Kursbereich der Lernplattform PUM Ilias. Einzureichen sind alle Bestandteile des Mini-Projektpakets in der jeweils angegebenen Form.
Formate
- Präsentation als PDF
- Exposé als PDF
- Workflow-Dokumentation als PDF
- QGIS-Projekt als komprimierter Projektordner oder in der von der Kursleitung vorgegebenen Form
Benennung
Bitte benennen Sie die Dateien eindeutig und konsistent, zum Beispiel nach dem Schema:
Projekt_<Nachname>_<Vorname>_<Bestandteil>.pdf
Beispiele:
Projekt_Mustermann_Max_Praesentation.pdfProjekt_Mustermann_Max_Expose.pdfProjekt_Mustermann_Max_Workflow.pdfProjekt_Mustermann_Max_QGIS.zip
Formale Anforderungen
Die schriftlichen Bestandteile sind als PDF-Dateien einzureichen. Achten Sie auf eine saubere sprachliche und formale Ausarbeitung. In allen schriftlichen Dokumenten müssen Name und Matrikelnummer eindeutig angegeben sein.
Empfohlen wird folgendes Schema in der Kopfzeile:
Nachname, Vorname, Matrikelnummer
Kurszeiten
Kurszeiten Mittwoch, 12:15–13:45 Uhr.